Raum A01 0-040
zusammen mit Karola Nacken, Grundschule Friedrichsfehn
Aktuelles:
zur nächsten Sitzung die Titelstory im Spiegel zu Mädchen und Jungen lesen!
Kommentar
In diesem Seminar soll zunächst ein Überblick über den gegenwärtigen Stand der Untersuchungen zur Sozialisation von Mädchen und Jungen im Vorschul- und Grundschulalter gegeben werden. Fragen der Interaktionen, Kommunikationsstile, Interessen, naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen, Lernvoraussetzungen für den Sachunterricht, Leistungsverhalten und Verhaltensstile stehen dabei im Mittelpunkt.Momentan sind trotz aller Egalisierungsansprüche deutliche Diskrepanzen zu finden. So nimmt der Jungenanteil in Sonderschulen und Hauptschulen, bei Klassenwiederholungen und Verhaltensauffälligkeiten zu. Bei guten Noten haben die Mädchen längst die Jungen überrundet.
Im zweiten Teil des Seminars sollen verschiedene Ansätze der gezielten Arbeit mit Mädchen und Jungen im Grundschulalter verglichen werden (patriarachatskritisch, kompensatorisch, konstruktivistisch, defizitorientiert).
Dieser Vergleich soll konkret aus der Analyse verschiedener Modelle von Mädchenstunden und Jungenstunden entwickelt werden.
In Arbeitsgruppen soll abschließend jeweils ein Ansatz für die Praxis an Sonder- und Grundschulen ausgearbeitet werden und dort erprobt werden.
Gemeinsam sollen die Ergebnisse dieser Erprobung im Seminar reflektiert werden.
Seminarplan
Astrid KaiserProbleme und Möglichkeiten von Mädchenstunden und Jungenstunden im Sachunterricht
Sommersemester 2004Zeit: Mo 12 – 14 Raum: A1 0-010 Form: Seminar
Verlaufsplanung
19.04. Semesterplanung;
Mind map: typisch männlich – typisch weiblich – gibt es heute noch Stereotype? Diskussion im Plenum
26.04. Schulbuchanalyse von Sachunterrichtsbüchern
(Fichera) Gemeinsame Gruppenarbeit
03.05. Untersuchungen zu Kommunikationsstilen (D. Tannen: Du kannst mich einfach nicht verstehen) Gruppenvorbereitung
10.05. Unterrichtsinteraktionen
(Enders-Dragässer-Fuchs) Gruppenvorbereitung
17.05. Naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen Gruppenvorbereitung
24.05. Lernvoraussetzungen von Mädchen und Jungen für den Sachunterricht Gruppenvorbereitung
31.05. Geschlechterverhältnisse und Differenzen in anderen Kulturen: Das Beispiel einer matrilinearen Kultur auf Sumatra Vortrag Kaiser
07.06. Rituale in Mädchenstunden (Wigger) Gruppenvorbereitung
14.06. Interaktionsübungen in Mädchenstunden (Wigger) Gruppenvorbereitung
21.06. Jungenstunden als Arbeit an Biografien (Pech) Gruppenvorbereitung
28.06. Jungenstunden mit gezielten Anregungen (Boldt, Tiarks) Gruppenvorbereitung
05.07. Normen des Umgangs: Vergleich der Konzepte von Mädchen- und Jungenarbeit (patriarachatskritisch, kompensatorisch, konstruktivistisch, defizitorientiert) Gruppenvorbereitung
12.07. Ergebnisse des niedersächsischen Schulversuchs zur geschlechtergerechten Grundschule; Analyse von Praxismaterial zur Mädchen- und Jungenthematik Gruppenvorbereitung
Grundlegende Literatur:
Kaiser, Astrid (Hg.): Praxisbuch Mädchen- und Jungenstunden. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2001
Vorbereitende Literatur:
Kaiser, Astrid (Hg.): Praxisbuch Mädchen- und Jungenstunden. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2001Literaturliste aus dem Handapparat:
Probleme und Möglichkeiten von Mädchenstunden und Jungenstunden im SachunterrichtCD Junge, Junge. Musik für Kinder. Ernst Klett Verlag 3-12-172476-2
Boldt, Ulli: Ich bin froh, dass ich ein Junge bin. Baltmannsweiler 2001
Breidenstein, Georg/Kelle, Helga: Geschlechteralltag in der Schulklasse. Ethonographische Studien zur Gleichaltrigenkultur. Weinheim 1998
Enders-Dragässer, Uta/Fuchs, Claudia: Interaktionen der Geschlechter. Sexismusstrukturen in der Schule. Weinheim - München 1989
FICHERA, ULRIKE: Die Schulbuchdiskussion in der BRD - Beiträge zur Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses. Frankfurt-Berlin-Bern 1996
Hagemann-White, Carol: Sozialisation weiblich - männlich? Opladen 1984
Hempel, Marlies (Hg.): Grundschulreform und Koedukation. Beiträge zum Zusammenhang von Grundschulforschung, Frauenforschung und Geschlechtersozialisation. Weinheim 1996
Kaiser, Astrid (Hg.): Koedukation und Jungen - Soziale Jungenförderung in der Schule. Weinheim: DSV 1997.
Kaiser, Astrid (Hg.): Praxisbuch Mädchen- und Jungenstunden. Baltmannsweiler 2001
Kaiser, Astrid, Nacken, Karola, Pech, Detlef (Hg.): Soziale Integration in einer jungen- und mädchengerechten Grundschule. Abschlussbericht zum niedersächsischen Schulversuch. Münster 2002
Kaiser, Astrid/Wigger, Maria u.a.: Beispiele für die Arbeit in einer mädchen- und jungengerechten Grundschule. Hildesheim: NLI Berichte 65, 2000
Kaiser, Astrid: Koedukation und Jungen, Weinheim 1997
Kaiser, Astrid: Lernvoraussetzungen von Mädchen und Jungen für sozialwissenschaftlichen Sachunterricht. 2. Auflage Oldenburg (ZpB-Verlag) 1996
Kaiser, Astrid/Nacken, Karola/Pech, Detlef: Soziale Integration in einer jungen- und mädchengerechten Grundschule. Abschlussbericht zum niedersächsischen Schulversuch. Lit Verlag: Münster 2002
Kaiser, Astrid und Mitarbeiterinnen: Projekt geschlechtergerechte Grundschule - Berichte aus der Praxis. Opladen: Leske+Budrich 2003
Ursula Kessels: Undoing Gender in der Schule. Weinheim 2002
Klein, Klaus; Kraam, Walid Notfalls helfen Kinder. Baltmannsweiler 2001
Koch- Priewe, Barbara (Hg.): Schulprogramme zur Mädchen- und Jungenförderung. Die geschlechterbewusste Schule. Weinheim 2002
Kraul, Margret/Horstkemper, Marianne: Reflexive Koedukation in der Schule. Evaluation eines Modellversuchs zur Veränderung von Unterricht und Schulkultur. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz. Mainz 1999
Kreienbaum, Maria Anna (Hg.): Schule lebendig gestalten. Reflexive Koedukation in Theorie und Praxis, Bielefeld 1999
Kroll, Renate (Hg.): Metzler Lexikon Gender Studies. Geschlechterforschung. Stuttgart: Metzler 2002
Lehmann, Helen: Geschlechtergerechter Unterricht. Haupt 2003
Lintzen, Brigitte/Middendorf-Greife, Hedwig: Die Frau in ihrem Körper. Baltmannsweiler 1998.
Ministerium Für Die Gleichstellung Von Frau Und Mann: Was Sandkastenrocker von Heulsusen lernen können. Düsseldorf 1996
Müller, Doris: Phantasiereisen im Unterricht. Braunschweig 1994.
Nyssen, Elke/Hoppe, Heidrun: Geschlechterperspektiven in den Fachdidaktiken. Weinheim: DSV 2001
Pfister, Gertrud/Valtin, Renate (Hg.): MädchenStärken. Probleme der Koedukation in der Grundschule. Arbeitskreis Grundschule e. V. Frankfurt a. M. 1993
Rendtorff, Barbara: Kindheit, Jugend und Geschlecht : Einführung in die Psychologie der Geschlechter / Barbara Rendtorff. - Weinheim [u.a.] : Beltz, 2003
Richter, Sigrun: Unterschiede in den Schulleistungen von Mädchen und Jungen. Regensburg 1996
Röhner, Charlotte/Thies, Wiltrud: Erziehungsziel Geschlechterdemokratie. Weinheim 2000
Rohrmann, Tim: Echte Kerle. Reinbek: Rowohlt 2001
Senatsverwaltung Für Schule, Jugend Und Sport Berlin (Hg.): Mädchen sind besser – Jungen auch. Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen. Band I Dokumentation. Berlin 1998
Spender, Dale: Frauen kommen nicht vor. Frankfurt 1985
Tannen, Deborah: Du kannst mich einfach nicht verstehen. Hamburg 1990
Thies, Wiltrud, Charlotte Röhner: Lernziel Geschlechterdemokratie, Weinheim: Juventa 2000
Thies, Wiltrud/Röhner, Charlotte: Erziehungsziel Geschlechterdemokratie. Weinheim: Juventa 2000.
Valtin, Renate/Warm, Ute (Hg.): Frauen machen Schule. Frankfurt 1985
Vopel, Klaus: Die Reise mit dem Atem: Seufzen. Salzhausen 1994.
Vopel, Klaus: Kinder ohne Stress. Teil 1-5. Isko Press. Hamburg 1992.
Literatur für die Arbeitsgruppen
Koedukationsdebatte
HEMPEL, MARLIES (Hg.): Grundschulreform und Koedukation. Weinheim - München 1996KAISER, ASTRID: Hausarbeit in der Schule. Pfaffenweiler 1992
KAISER, ASTRID: Ansatzpunkte für eine nicht-patriarchale Sachunterrichtsdidaktik. Oldenburger Vordrucke. Heft 251/95, ZPB Oldenburg 1995
NAUMANN, BRITTA (Hg.): Der Magdeburger Kongreß. Texte zur neuen Koedukationsdebatte. Frankfurt 1997
PRENGEL, ANNEDORE: Pädagogik der Vielfalt. Opladen 1993
Kraul, Margret/Horstkemper, Marianne: Reflexive Koedukation in der Schule. Evaluation eines Modellversuchs zur Veränderung von Unterricht und Schulkultur. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz. Mainz 1999
Geschlechterdifferenz
Appel, Kathrin: Jungen und Mädchen bauen eine Stadt - und lernen voneinander. In: Pfister, Gertrud/Valtin, Renate (Hrsg.): MädchenStärken. Probleme der Koedukation in der Grundschule. Frankfurt a.M. 1993, S. 124-134.
BELENKY, MARY FIELD u.a.: Das andere Denken. Persönlichkeit, Moral und Intelligenz der Frau. Frankfurt - New York 1989
Burdewick, Ingrid: Schulhofgestaltung, Geschlecht und Raum. In: Grundschule 31. Jg. 1999, Heft 12, S. 35-37.
Flade, Antje/Kustor, Beatrice (Hrsg.): Raus aus dem Haus. Mädchen erobern die Stadt. Frankfurt 1996.
Glumpler, Edith: Kleine Mädchen wollen mehr als die Hälfte - Berufswünsche von Mädchen und Jungen. In: Pfister, Gertrud/Valtin, Renate (Hrsg.): MädchenStärken. Frankfurt a.M. 1993, S. 51-66.
Hannover, Bettina/Bettge, Susanne: Mädchen und Technik. Göttingen 1993.
Hoffmann, Lore: Die Interessen von Schülerinnen an Physik und Technik. In: Die Realschule 1989, Heft 5, S. 201-205.
Hoffmann, Lore: Mädchen und Naturwissenschaft/Technik - eine schwierige Beziehung In: Pfister, Gertrud/Valtin, Renate: MädchenStärken. Probleme der Koedukation in der Grundschule. Frankfurt a.M. 1993, S. 114-123.
KAISER, ASTRID: Lernvoraussetzungen von Mädchen und Jungen für sozialwissenschaftlichen Sachunterricht. 2. Auflage Oldenburg (ZpB-Verlag) 1996
Kreienbaum, Maria Anna/Metz-Göckel, Sigrid u.a.: Koedukation und Technikkompetenz von Mädchen. Weinheim und München 1992.
Milhoffer, Petra (Hrsg.): Sexualerziehung von Anfang an! Gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. Frankfurt am Main 1995.
Milhoffer, Petra: Kindheit ist Mädchenkindheit und Jungenkindheit: Kinderrechte - Mädchenrechte, Jungenrechte. In: Carle, Ursula/ Kaiser, Astrid: Rechte der Kinder. Baltmannsweiler 1998, 86-100
Milhoffer, Petra: Wie sie sich fühlen, was sie sich wünschen. Weinheim � München: Juventa 2000
Milhoffer, P.: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Sozialisation und Selbstbilder von Mädchen und Jungen. In: Die Grundschulzeitschrift, 11 (1997) 103, S. 48-51
MINISTERIUM FÜR DIE GLEICHSTELLUNG VON FRAU UND MANN: Was Sandkastenrocker von Heulsusen lernen können. Düsseldorf 1996
MÜHLEN-ACHS, GITTA: Wie Katz und Hund. Körpersprache der Geschlechter. München 1993
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Sexualerziehung, die ankommt. Leitfaden für Schule und außerschulische Jugendarbeit zur Sexualerziehung von Mädchen und Jungen der 3.-6. Klasse. Köln 1999
NISSEN, URSULA: Kindheit, Geschlecht und Raum. Weinheim 1998
Nötzel, Renate: Spiel und geschlechtsspezifische Arbeitsteilung. Pfaffenweiler 1987.
Nyssen, Elke/Kampshoff, Marita: Wie Technik zur Mädchensache wird. In: Kaiser, Astrid (Hrsg.): FrauenStärken - ändern Schule. Bielefeld 1996, S. 195-200.
Nyssen, Elke: Mädchenförderung in der Schule. Weinheim und München 1996.
Reineke, Vera/Seefeldt, Dieter (Bearb.): Naturwissenschaften für Mädchen und Jungen (Physik und Chemie). In: Beispiele - In Niedersachsen Schule machen, 15. Jg. 1997, Heft 2, S. 40-41.
Schön, Elke: " ... da nehm� ich meine Rollschuh� und fahr� hin ..." � Mädchen als Expertinnen ihrer sozialräumlichen Lebenswelt. Kleine Verlag, Wissenschaftliche Reihe Bd. 118, 1999
SENATSVERWALTUNG FÜR SCHULE, JUGEND UND SPORT BERLIN (Hg.): Mädchen sind besser � Jungen auch. Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen. Band I Dokumentation. Berlin 1998
VALTIN, RENATE/WARM, UTE (Hg.): Frauen machen Schule. Frankfurt 1985
PFISTER, GERTRUD/VALTIN, RENATE: MädchenStärken. Probleme der Koedukation in der Grundschule. Frankfurt 1993
Soziales Lernen und Geschlecht
BECK, GERTRUD/SCHOLZ, GEROLD: Soziales Lernen - Kinder in der Grundschule. Reinbek 1995Petillon, Hanns,: Das Sozialleben des Schulanfängers. Die Schule aus der Sicht des Kindes. Weinheim 1993.
Röhner, Charlotte: Mädchen und Jungen im offenen Unterricht. In: Hempel, Marlies (Hrsg.): Grundschulreform und Koedukation. Beiträge zum Zusammenhang von Grundschulforschung, Frauenforschung und Geschlechtersozialisation. Weinheim und München 1996, S. 107-124.
Biskup, Claudia u.a.: Konflikte aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern. In: Hempel, Marlies (Hrsg.): Grundschulreform und Koedukation. Beiträge zum Zusammenhang von Grundschulforschung, Frauenforschung und Geschlechtersozialisation. Weinheim und München 1996, S. 166-171.
Breidenstein, Georg/Kelle, Helga: Geschlechteralltag in der Schulklasse. Ethnographische Studien zur Gleichaltrigenkultur. Weinheim 1998.
Breitenbach, Eva: Geschlechtsspezifische Interaktion in der Schule. In: Die deutsche Schule, 86. Jg. 1994, Heft 2, S. 179-191.
Fuchs, Claudia: Barbie trifft He-Man. Freiburg 2001.
Heinzel, Friederike: Der Kreis: Die demokratische Sozialform der Grundschule. In: Hempel, Marlies (Hrsg.): Grundschulreform und Koedukation. Beiträge zum Zusammenhang von Grundschulforschung, Frauenforschung und Geschlechtersozialisation. Weinheim und München 1996, S. 195-206.
RÖHNER, CHARLOTTE: "Das vergißt Jochen nie!" - Wie geht man damit um: Gewalt von Jungen gegenüber Mädchen. In: Grundschule 17. Jg. 1985a, H. 2, 32-33
RÖHNER, CHARLOTTE: Lutz und Lene. In: Grundschule 16. Jg. 1984, H. 12, 32-35
Röhner, Charlotte: Mädchen und Jungen im offenen Unterricht - Fallstudien zur sozialen Konstruktion der Geschlechter. In: Hempel, Marlies (Hg.): Grundschulreform und Koedukation, Weinheim und München: Juventa 1996, S. 107-124
RÖHNER, CHARLOTTE: Stark wie ein "Master" und bildschön wie "Barbie". In: Die Grundschulzeitschrift 1. Jg. 1987, H. 9, 19-23
Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Berlin (Hrsg.): Mädchen sind besser � Jungen auch. Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen. Bd II. Curriculum, Spiele, Übungen. Berlin 1998.
VALTIN, RENATE: Mit den Augen der Kinder. Freundschaft. Geheimnisse, Lügen, Streit und Strafe. Reinbek 1991
Vopel, Klaus: Kinder ohne Stress. Teil 1-5. Isko Press. Hamburg 1992.
WALKER, JAMIE: Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Grundschule. Frankfurt a.M. 1995 a
WALKER, JAMIE: Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Sekundarstufe. Frankfurt a.M. 1995 b
Internationale Interaktionsuntersuchungen zur quantitativen Beachtung von Mädchen und Jungen
Christ, H.: Mädchen und Jungen im literarischen Gespräch. In:
Christ, H. u.a. (Hrsg.): �Ja aber es kann doch sein ...� In der Schule
literarische Gespräche führen. Frankfurt a.M. 1995.Enders-Dragässer, Uta/Fuchs, Claudia: Interaktionen der Geschlechter. Sexismusstrukturen in der Schule. Weinheim und München 1989.
Enders-Dragässer, Uta: Der ganz normale männliche Störfall. In: päd.extra & demokratische erziehung 2. Jg., 1989, Heft 1, S. 5-9.
Frasch, Heidi/Wagner, Angelika C.: "Auf Jungen achtet man einfach mehr ...". In: Brehmer, Ilse (Hrsg.): Sexismus in der Schule. Weinheim 1982, S. 260-278.
Fried, Lilian: Ungleiche Behandlung schon im Kindergarten und zum Schulanfang? In: Horstkemper, Marianne/ Wagner-Winterhager, Luise: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen in der Schule. Weinheim 1990, S. 61-76.
Fried, Lilian: Werden Mädchen im Kindergarten anders behandelt als Jungen? Analyse von Stuhlkreisgesprächen zwischen Erzieherinnen und Kindern. In: Zeitschrift für Pädagogik, 35. Jg. 1989, Heft 4, S. 471-492.
Fuchs, Claudia: " ... ja manchmal mußte bißchen gescheit sein in dein Kopp!" Ein Mädchengespräch über Geschlechterverhältnisse in der Schule. In: Enders-Dragässer, Uta/Fuchs, Claudia (Hrsg.): Frauensache Schule. Frankfurt a.M. 1990, S. 245-251.
Fuchs, Claudia: �Mach dich nicht so dick!� Kleiner Exkurs zum Thema Mädchen und Jungen, Körper und Raum in der Schule. In: Kaiser, Astrid (Hrsg.): FrauenStärken - ändern Schule. Bielefeld 1996, S. 230-233.
Kaiser, Astrid: Mädchen und Jungen in einer matrilinearen Kultur. Hamburg 1996c.
Kaiser, Astrid: Zur Interaktionsrelation von Jungen und Mädchen im Grundschulalter. In: Pädagogik und Schulalltag 49. Jg. 1994, Heft 4, S. 558-567.
Spender, Dale: Frauen kommen nicht vor. Frankfurt a.M. 1985.
Schulbuchanalysen aus Geschlechterperspektive
Fichera, Ulrike: Ist die Gleichberechtigung in neueren Schulbüchern
verwirklicht? In: Kaiser, Astrid (Hrsg.): FrauenStärken - ändern
Schule. Bielefeld 1996, S. 201-206.FICHERA, ULRIKE: Die Schulbuchdiskussion in der BRD - Beiträge zur Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses. Frankfurt-Berlin-Bern 1996
FICHERA, ULRIKE: Schluß mit den sexistischen Stereotypen in Schulbüchern! In: Enders-Dragässer, Uta/Fuchs, Claudia (Hg.): Frauensache Schule. Frankfurt 1990, 257-289
Geschlecht und Naturwissenschaft/Technik
BEERMANN, LILLY u.a.: Mathe: nichts für Mädchen? Bern 1992
BREHMER, ILSE u.a.: Mädchen, Macht und Mathe. Düsseldorf 1989
FAULSTICH-WIELAND, HANNELORE: Kooperationsverhalten geschlechtsspezifische Unterschiede im Umgang mit Computern. In: Computer und Unterricht 1992, S. 34-36
FAULSTICH-WIELAND, HANNELORE: Technikdistanz von Mädchen? In: HORSTKEMPER, MARIANNE/WAGNER-WINTERHAGER, LUISE: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen in der Schule. Weinheim 1990, S. 110- 125
GUTSCHE, EDITH: Mädchen und Naturwissenschaft. In: GROHN-MENARD, CHRISTIN/GRONEBERG, CAREN (Hg.): Frauen und Schule im offenen Raum. Bielefeld 2000, S. 147-150
HANNOVER, BETTINA/BETTGE, SUSANNE: Mädchen und Technik. Göttingen 1993
HANNOVER, BETTINA: Spontanes Selbstkonzept und Pubertät. Zur Interessenentwicklung von Mädchen koedukativer und geschlechtshomogener Schulklassen. In: Bildung und Erziehung, 45. Jg. 1992, Heft 1, S. 31-46
HOFFMANN, LORE/LEHRKE, MANFRED: Eine Untersuchung über Schülerinteressen im Fach Physik. In: Zeitschrift für Pädagogik, 32. Jg. 1986, Heft 2, S. 189- 204.
HOFFMANN, LORE: Die Interessen von Schülerinnen an Physik und Technik. In: Die Realschule, 97. Jg. 1989, Heft 5, S. 201-205
HOFFMANN, LORE: Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Ansatzpunkte zur Verwirklichung der Chancengleichheit für Mädchen. In: In Niedersachsen Schule machen. Beispiele, 15. Jg. 1997, Heft 2, S. 42-47.
HOFFMANN, LORE u.a.: An den Interessen von Jungen und Mädchen orientierter Physikunterricht. Ergebnisse eines BLK-Modellversuches. Kiel 1997
HOFFMANN, LORE: Mädchen und Naturwissenschaft/Technik - eine schwierige Beziehung In: PFISTER, GERTRUD/VALTIN, RENATE: MädchenStärken. Probleme der Koedukation in der Grundschule. Frankfurt 1993, S. 114-123
Jahnke-Klein, Sylvia: Sinnstiftender Mathematikunterricht mit Mädchen und Jungen. Grundlagen der Schulpädagogik. Band 40. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2001
KAISER, ASTRID: Von Mondphasen und Schmetterlingen. Technikkompetenz von Mädchen im 19. Jahrhundert. In: Päd.extra, 22. Jg. 1994a Heft 3, S. 13-16
KELLER, CARMEN: Geschlechterdifferenzen in der Mathematik: Prüfung von Erklärungsansätzen. Dissertation Universität Zürich 1998
Ursula Kessels: Undoing Gender in der Schule. Weinheim 2002
LANDWEHR, BRUNHILD: Naturwissenschaft und Technik in der Grundschule - Problemfeld der Lehrerinnen? In: Frauen und Schule, 4. Jg. 1985, Heft 8, S. 14- 17.
NYSSEN, ELKE/KAMPSHOFF, MARITA: Wie Technik zur Mädchensache wird. In: KAISER, ASTRID (Hg.): FrauenStärken - ändern Schule. Bielefeld 1996, S. 195-200
NYSSEN, ELKE: Mädchenförderung in der Schule. Weinheim - München 1996
REINEKE, VERA/SEEFELDT, DIETER (Bearb.): Naturwissenschaften für Mädchen und Jungen (Physik und Chemie). In: Beispiele - In Niedersachsen Schule machen, 15. Jg. 1997, Heft 2, S. 40-41
RICHTER, SIGRUN: Unterschiede in den Schulleistungen von Mädchen und Jungen. Regensburg 1996
SROCKE, BETTINA: Mädchen und Mathematik. Wiesbaden 1989
THIES, WILTRUD/Röhner, Charlotte: Erziehungsziel Geschlechterdemokratie. Weinheim 2000
Jungenarbeit
Kaiser, Astrid (Hg.): Praxisbuch Mädchen- und Jungenstunden. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2001Boldt, Ulli: Ich bin froh, dass ich ein Junge bin. Baltmannsweiler 2001
Brandes, Holger: Der männliche Habitus. Opladen: Leske & Budrich 2001
Engelfried, Constance: Männlichkeiten. Juventa: Weinheim 1997
Hoffmann, Berno: Das sozialisierte Geschlecht. Zur Theorie der Geschlechtersozialisation. Opladen 1997
Jantz, Olaf/Grote, Christoph (Hg.): Jungenarbeit. Opladen: Leske & Budrich 2001
KAISER, ASTRID (Hg.): Koedukation und Jungen - Soziale Jungenförderung in der Schule. Weinheim 1997
Kaiser, Astrid/Wigger, Maria u.a.: Beispiele für die Arbeit in einer mädchen- und jungengerechten Grundschule. Hildesheim: NLI Berichte 65, 2000
Krabel, Jens: Müssen Jungen aggressiv sein? Praxismappe für die Arbeit mit Jungen. Mülheim an der Ruhr 1998
Möller, Kurt (Hg.): Nur Macher und Macho? Weinheim - München: Juventa 1997
Pech, Detlef: Neue Männer und Gewalt. Opladen: Leske + Budrich 2002
Rohrmann, Timm: Echte Kerle. Reinbek: Rowohlt Verlag 2001
SCHNACK, DIETER/NEUTZLING, RAINER: Kleine Helden in Not. Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. Reinbek 1990
STURZENHECKER, BENEDIKT (Hg.): Leitbild Männlichkeit. Was braucht die Jungenarbeit?! Münster 1996
Zimmermann, Peter: Junge, Junge! Theorien zur geschlechtstypischen Sozialisation und Ergebnisse einer Jungenbefragung. Beiträge zur Bildungsforschung und Schulentwicklung. Universität Dortmund. Institut für Schulentwicklungsforschung 1998
CD Junge, Junge. Musik für Kinder. Ernst Klett Verlag 3-12-172476-2
Ergebnisse der ersten Sitzung:
verschiedene eigene Erfahrungen mit der Geschlechterdimensionz.B.
Geschlechterdifferenz Verstärkung durch
Spiel Jungenpacken, MädchenpackenTrachtentragen bei 60 Geburtstag
herabwürdigende Sprüche für Mädchen
Basketball: Frauen habe keine AhnungMann erklärt Frau herabsetzend etwas über Aufsetzmäher
Ausgrenzung von Mädchen
Mädchen wird nicht zugetraut, Messdienerin zu sein/zur Feuerwehr zu gehenLustigmachen über Tampons
Einschränkung durch Stereotype von Jungen
Junge soll keinen Pferderanzen kaufen nach Meinung der Verkäuferin wegen der MädchenfarbeKultivierung der Pascharolle
Mann lässt sich Tee selbstverständlich einschenken
äußere Trennungserfahrung
SexualkundeSport
Mädchengymnasium (große Neugier auf Jungen)
Praxisratschlag 1
Problem:Etikettierung der Differenz durch Thematisierung
Resultat:
Anknüpfen an Kompetenzen von Kindern, die nicht so stereotyp sind
Ergebnisse der Schulbuchanalyse
Kategorien der Schulbuchanalyse zur Geschlechterfrage:
• Geschlechterhierarchie
• Übergangene Geschlechterdifferenz
• Gleichstellung
• Lebensweisen von Frauen Wert verleihen
• Androgynität
• Unbestimmbarkeit von Weiblichkeit
• Pluralität
Beobachtungsmethoden
• Quantitativer Bildvergleich
• Qualitativer Bildvergleich
• Textanalyse
positive Beispiele
- weibliche und männliche Identifikationsfigur
- Mädchen und Jungen quantitativ gleichberechtigt, dieselbe Aufgabe
- untypische Aufgaben für Jungen
- Tiere paarweise
- auf Personendarstellung verzichten (aber motivierende Form finden)
- "unvollständige" Familien kommen vor
negative Beispiele
- bei Technikaufgaben werden nur Jungen abgebildet
- vorwiegend männliche Beispielfiguren
- Mädchen in Opferrolle
- stereotype männliche Rollen
- Männer als Missetäter
- typische Männer- und Frauentätigkeiten betont
- stereotype Farbzuordnung zu Geschlecht
Mädchen und Naturwissenschaften
(SCWIST) Konzept „Science for Girls and other intelligent Beings“
die Motivation für die Versuche entstammt dem Alltag: Fußspuren entschlüsseln, Kleidung finden, Tiere beobachten, Tüten erfinden und basteln, Kochen, Zeit sparen beim Silberputzen, Zaubertricks vorführen etc.
• die Versuche sind nicht mit teuren und für Mädchen abschreckenden Apparaturen durchzuführen, sondern mit Witz, Bleistift, Papier, Backpulver, Alufolie, Steine, Zitrone, einer Blechdose und anderen einfachen Mitteln
• erstaunliche Probleme, die Lust zum Nachdenken machen, stehen im Mittelpunkt
• Naturwissenschaft wird als lebensnah und nicht in Form abgehobener Formeln präsentiert
• die Versuche sind einfach und phantastisch, so dass sie zum Machen unmittelbar animieren
• die Sprache entstammt dem Alltag von Mädchen und spricht sie an
• in Geschichten und Bildern werden echte weibliche Modelle vorgestellt, Wissenschaftlerinnen, die tatsächlich als Jaguarforscherinnen oder Sternentdeckerinnen Berühmtheit gewonnen haben und den Mädchen zeigen: Frauen können es in diesen Gebieten weit bringen und spannende Aufgaben bekommen. Wir haben dazu aus allen naturwissenschaftlichen Disziplinen (auch Geologie, Paläontologie, Physik, Meteorologie, Umweltwissenschaft, Genetik und Astronomie) bekannte Wissenschaftlerinnen in Bild und Text vorgestellt.
Approaches girl friendly science
• Mädchengerechte Inhalte anknüpfend an weiblichen Lebenszusammenhang
• Alltagsmaterialien
• Sinn- und Kontextbildung in sozialen und ökologischen Dimensionen, auch literarische Einbindung
• Frauen als Vorbilder
• Geschlechtsgetrennter Unterricht
Kieler Modellversuch:
Interessenssteigerung bei Jungen noch stärker durch mädchengerechten Physikunterricht
Ergebnisse der Studie Lernvoraussetzungen:
Näheres in Kaiser, Astrid: Lernvoraussetzungen für Mädchen und Jungen im sozialwissenschaftlichen Sachunterricht. Oldenburg 1996Häufige Merkmale bei Fabrikbildern von Mädchengruppen
Die Fabriken bestehen meist aus einem Raum in der Seitansicht.Neben dem Standardelement aller Fabriken, dem Fließband, sind kaum maschinelle Arbeitsschritte dargestellt
Selbst auf den Fließbändern stehen sehr unterschiedliche Produktvarianten oder gar Produktarten (Spielzeugauto, Puppe, Ball, Teddy, ..) nebeneinander.
Sie beschränken sich oft auf die Verpackungsabteilung oder das Anmalen der Produkte.
Manuelle Arbeitsvollzüge (Schokoladen in den Kühlschrank legen, Gartenzwerge annmalen, Bonbons in die Kartons legen) übewiegen.
Das Produkt ist jeweils in Relation zu den Jungen der Klasse dem privaten Konsum näher: z.B. Bonbonfabrik, Kuscheltierfabrik, Schokoladenfabrik, Spielzeugfabrik
Die Personen werden groß und genau gezeichnet, es arbeiten viele Frauen in den Fabriken.
Die Zeichnungen enthalten wenig Andeutungen von hierarchischen Beziehungen, dafür mehr Kooperation der Arbeitenden.
Ausschmückende Details, wie Einheitsarbeitskittel mit Blümchenmuster, Tischdecken auf den Verpackungstischen, Schleifen um die Schokoladenpackungen, sind an vielen Stellen zu finden.
Sie betonen „soziale“ Details wie Kopftücher als Staubschutz, WC, Zigarettenautomat für die Pause, und zeichnen diese mit großer Genauigkeit.
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Der Arbeitsprozess wird menschlich lebendig gestaltet. Die Arbeitenden haben eine wichtige Stellung.
Arbeiterinnen und Arbeiter werden als gleich wichtig für die Produktion dargestellt.
Häufige Merkmale bei Fabrikbildern von Jungengruppen
Die Fabriken sind oft mehrstöckig oder aus der Vogelperspektive gezeichnet.Technische Elemente und Geräte werden funktionsgetreu dargestellt. Die Geräte haben oft viele mechanische Teilelemente.
Das Produkt wird als Massenprodukt standardisiert gezeichnet.
Die Gruppen zeichnen einen weit gespannten Produktionsablauf, der oft von der Rohstoffanlieferung bis zum Abtransport der Waren reicht.
Die Arbeit ist weitgehend maschinisiert, die Arbeit der Menschen beschränkt sich auf das Bedienen von Maschinen, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten sowie das Fahren von Transportfahrzeugen (Gabelstapler).
Die Jungen wählen Produkte, die stärkere gefühlsmäßige Distanz zulassen und als „härter“ gelten: Plastikfabrik, Hubschrauberfabrik, Getränkefabrik, Lkw-Fabrik, Abfallwiederverwertungsfabrik, Müllverbrennungsanlage.
Es werden weniger Personen und diese sehr klein und kaum erkennbar gezeichnet; in Klassen mit hohen Ausländeranteilen wird besonders deutlich betont, daß Frauen nicht in der Fabrik arbeiten.
Der Chef und sein Zimmer (manchmal auch der Raum des Meisters) wird in den Zeichnungen oft hervorgehoben und ins oberste Stockwerk gelegt.
Der Schmuck beschränkt sich auf das Fabrikschild.
Soziale Details sind kaum auffindbar.
Die Berufsgruppe der „Kontrolleure“ von Maschinen wird oft gezeichnet.
Das Bild einer entfremdeten Produktion ohne wesentliche menschliche Einflußmöglichkeiten steht im Vordergrund
Arbeiterinnen werden meist übersehen.
