- didaktische Handlungsperspektiven am Beispiel karibischer Kulturformen
Interdisziplinäre Veranstaltung von Textilwissenschaft und Sachunterrichtsdidaktik
Veranstalterinnen: Astrid Kaiser/Stephanie Lührs/Karen Ellwanger
Do 10-12
Raum A2-3-321
Seminar zum Teilgebiet 8 für den Studiengang Sachunterricht, Exkursionsangebote für Textil und Sachunterricht
Seminarfotos unter
http://astrid-kaiser.de/gallery/view_album.php?set_albumName=carnivalbielefeld
Aktuelles:
Carnival der Kulturen in Essen ist für dieses Jahr gescheitert. Wir nehmen statt dessen an der Performance in Bremen im Februar 2004 teil.
Bitte den Gender-Artikel bearbeiten und von Joest Leopold der Artikel über Kulturdidaktik und Sachunterricht in Päd.Forum 2002 lesen!
Seminarankündigung
In dieser Veranstaltung sollen Grundzüge karibischer Kulturformen erkundet werden, wie sie sich in den europäischen Events als Carnival der Kulturen niederschlagen.
Projektförmig soll die Teilnahme der Seminargruppe am Carnival der Kulturen in Essen, Juli 2003, vorbereitet werden.
Weitere obligatorische Voraussetzungen:
- abstracts der Grundlagenliteratur
- Teilstrukturierte Erkundungsinterviews bei Vorbereitungsgruppen für die Carnivals 2003 in Bielefeld, Berlin und Essen.
- Vorbereitung der Kostüme für die eigene Teilnahme an einem Carnival-Event
- aktive Teilnahme an der Performance
Termine Carnivals 2003:
Bielefeld 31.5.2003
Essen: 19./20.7.2003
Berlin: 6.-9.6.2003
Detailansicht einer Carnival-Figur der Shademakers im Ausschnitt (Foto: Astrid Kaiser)
Allgemeine Informationen:
http://www.carnival-der-kulturen.de/2002/info/info_start.htm Essen
http://www.carnival-der-kulturen.de/2002/info/info_bilder.htm Essen
http://www.carnival-bielefeld.de/index.html Bielefeld
http://www.shademakers.de/index.php Shademakers
http://www.visittnt.com/ToDo/Events/Carnival/default.htm Trinidad
http://www.karneval-berlin.de/ Berlin
http://www.thecarnival.tv/index.htm Notting Hill
Literatur:
* = besonders wichtige Seminarliteratur für alle, Diskussionsgegenstand
*Cohen, Abner: Drama and politicsin the development of a London
carnival: In: Strathern, Marilyn (ed.): Royal Anthropological Institute
1980
Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaft (Hg.):
Wilde Masken. Begleitband zu einer Ausstellung im Haspelturm des
Tübinger Schlosses. Tübingen 1989
Büchner, Rainer: Ästhetische Erfahrungen in realen und virtuellen Welten. In: Grundschule 11/98, S. 45-47
Dreier, Anette: Was tut der Wind, wenn er nicht weht?. Fipp-Verlag, Berlin 1993.
*Dresing, Uschi: Play Mas. Carnival der Kulturen. Kerber Verlag Bielefeld 1997
Freeß,
Doris: Ästhetisches Lernen im fächerübergreifenden Sachunterricht -
Naturphänomene wahrnehmen und deuten. Grundlagen der Schulpädagogik.
Band 45. Schneider Verlag: Baltmannsweiler 2002
Frohne, Irene: Sinn- und Wertorientierung in der Grundschule. Bad Heilbrunn/Obb. 1999
Garlichs, Ariane: Die Kinder und die Tulpen. In: Grundschule 17 (1985), 7-8, S. 22-23
Kaiser, Astrid (Hg.): Geschichten für den Sachunterricht. Essen: Neue deutsche Schule Verlag 1997
Krieg, Elsbeth: Lernen von Reggio. Lage: Verlag Hans Jacobs 2002
Kükelhaus, Hugo/Zur Lippe, Rudolf: Entfaltung der Sinne. Frankfurt 1982.
Leopold, Joest: Kulturdidaktik und Sachunterricht. In: Päd Forum 30 (2002), s. 128-131
Lenzen,
Klaus-Dieter: Spielen und Verstehen. Vier Lehrstücke über den
Sachunterricht und die Arbeit mit Literatur, Film und Theater.
Weinheim: Beltz 1996
Otto, Gunther: Auslegen. Ästhetische Erziehung als Praxis des Auslegens in Bildern und des Auslegens von Bildern. Seelze 1987
Schomaker,
Claudia: Über die Sinne hinaus. Ästhetische Zugangsweisen im
Sachunterricht bei Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen des
schulischen Lernens. In: Kaiser, Astrid (Hg.): Pädagogische Schriften
Band 9. Göttingen: Duehrkohp&Radicke 2000
Schreier, Helmut: Wege zum Naturschönen. In: Grundschule 18. Jg. 1986, H.2, 20-22
Staudte,
Adelheid: Zwischen Kunst und Sinnlichkeit. Defizite und Perspektiven
ästhetischer Erziehung in der Grundschule. In: Duderstadt, M. (Hrsg.):
Kunst in der Grundschule. Frankfurt/M. 1996
*Braun, Karl:
"Karnevalisierung des Geschlechts - Auflösung sexualbiologischer
Sicherheit und die Inszenierung von Gender" unveröffentlichter Vortrag.
*Braun,
Karl: " Karneval? Karnevaleske! Zur volkskundlich-ethnologischen
Erforschung karnevalesker Ereignisse" in Zeitschrift fuer Volkskunde,
98 Jhg. 2002, 1. Halbjahr, S.1-15
Semesterplan
24.4 Wechselinterview: eigene
Verkleidungserfahrungen/bekannte Formen (Metaplan mit Kärtchen);
Planung des Semesters, Literatur, Verteilung der Vorbereitungsaufgaben
(Verkleidung, Kostüme, Mode als Aspekte), Erkundungen als offenes
Leitfadeninterview bei Vorbereitungsgruppen gemeinsame Diskussion
8.5. Gastvortrag
Paul Mc Laren und Uschi Dresing, Shademakers Carnival
Club Vortrag, Diskussion, Wandzeitung, Abgabe abstract
Cohen-Text
15.5. Formen von Karneval, Fastnacht etc.
Mit Karen Ellwanger Diskussion Cohen-Artikel; abstracts der Vorbereitungsgruppen;
Plenumsaufgabe
22.5. Ästhetik � Kleidung � Mode
Kleidung und Körperbild
Mit Karen Ellwanger Kurze Dia-Schau, Puppen; Gruppenarbeit und Diskussion
5.6. Interkulturalität � Ein- und Ausschlüsse, Hybride Kultur Gruppenvorbereitung und Diskussion,
12.6. Maskerade und Geschlecht Gruppenvorbereitung und Diskussion,
19.6. Didaktische
Konzepte des Verkleidens, Kultur, Macht und Didaktik: Heimatkunde und
völkische Elemente Gruppenvorbereitung und Diskussion,
25.6. Techniken textiler Verarbeitung; Kennenlernen der apparativen Ausstattung Offene Werkstatt
26.6. Planung von Carnivalkostümen
Didaktische Konzepte Werkstattphase
3.7. Erkundungsberichte 1 Diskussion
10.7. Erkundungsberichte 2 Diskussion
Arbeitspapier
Vergleich mit Cohen-Aufsatz: Unterschiede der Londonder Intentionen und der Bielefeld-Essener:
Carnival der Kulturen -Thesen aus den editorials von Uschi Dresing
- Kunst braucht die Beteiligung von breiten gesellschaftlichen Schichten.
- Carnival-Art bietet einen Zugang zur Kunst besonders für Menschen, die von herkömmlichen Bildungssystemen ausgeschlossen bleiben.
- Gemeinsame Arbeit in den Gruppen bündelt die Energie.
- Besinnen wir uns auf wirkliche Bedürfnisse nach Nähe, Einheit und gemeinsamen schöpferi-schen Prozessen!
- Der Carnival der Kulturen ist ein Fest der kreativen Vielfalt.
- Der Carnival der Kulturen ist ein Versuch, die Straßen und Plätze lebenswerter zu machen.
Der Carnival der Kulturen ist ein Versuch, die Menschen zusammen zu bringen. - Der Carnival der Kulturen ist ein Versuch, alle Sinne des Publikums anzusprechen.
- Als Fest aller Generationen ist der Carnival offen für Stilrichtungen der Jugend- und Minder-heitenkultur.
Der Carnival der Kulturen ist eine Gelegenheit, kulturelle Identität auszudrücken. - Der Carnival möchte neue Brücken bauen zu anderen Ländern und Nationen.
- Es ist ein lebendiges Fest der Gleichheit aller Menschen und Rassen.
- Der Carnival besinnt sich auf die großen Lebenszyklen des Universums.
- Der Carnival stellt die normale Welt auf den Kopf. Er erzählt die verloren gegangene Ge-schichte der Menschen von unten.
- Die Akteure befassen sich mit Themen aus der Mythologie des menschlichen Ursprungs oder setzen sich mit zeitgenössischen Interpretationen der Welt auseinander.
- Der Carnival ist ein Fest der Lebensfreude, der Farben, Rhythmen, Überschwänglichkeit und Energie.
- Der Carnival ist für uns eine moderne Zeitmaschine.
- Die Aussagekraft entsteht in jedem Moment neu, ist unmittelbar und vergänglich.
- Ob jung oder alt der Carnival der Kulturen ist für alle da, die sich ein Stück Lebensqualität zurück erobern wollen.
- Manche Figuren setzen neue Fantasien für zukünftige Projekte frei.
