Klausurvorbereitung

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Achtung, neu

Die neuen Themen der Klausuren für März 2010

wurden vorbesprochen
Termin: Mittwoch, 9.12.2009
um 13.30 Uhr in der RÖSA

für diejenigen, die nicht dabei waren, gibt es Gelegenheit, in der Sprechstunde von Julia Lüpkes darüber zu sprechen


Die Themen vom Jahr 2009/10 lauten:
Freinet oder
Dewey oder
Montessori



Grundsätzlich geht es um die Aufgabe:



Eine Konzeption soll auf ein praktisches Thema im Sachunterricht in kritischer wechselseitiger Abwägung bezogen werden.




Basiswissen Band 1 wird besonders wichtig sein für die Vorbereitung, aber fürs Konzeptionelle allgemein sind auch die anderen Bände von Bedeutung.



Es sollen aber alle 6 Bände Basis der Vorbereitung sein und es soll eigenständig recherchiert werden.



Hauptkriterien der Beurteilung sind:
  • guter Theorie-Praxis-Transfer
  • gute Begründungen

natürlich ist ein gut gegliederter Argumentationsgang und klar formulierende Sprache wichtig.



Literaturempfehlungen



Basiswissen Sachunterricht alle 6 Bände


Kriterien der Klausurbewertung


Klausuren im Fach Sachunterricht finden alljährlich im März und September statt.

Zur Vorbereitung der Klausuren finden Vorbesprechungen statt (ca. Anfang Dezember und Anfang Juni). Die Klausurthemen bestehen aus einem allgemeindidaktischen Teil (theoretisches Konzept) und einem speziellen Sachunterrichtsthema. Es kann zwischen drei verschiedenen allgemeindidaktischen Fragestellungen in der Vorbereitungssitzung gewählt werden. Das spezielle Sachunterrichtsthema wird vorher nicht bekannt gegeben. Folgende Kriterien werden der Klausurbewertung weiterhin zugrunde gelegt:

    * Eigenes Interesse an der Fragestellung begründet
    * Die Fragestellung genau bearbeitet
    * Gut gegliederter Argumentationsgang
    * Sprachlich verständliche Argumentation
    * Theoretisches Konzept verstanden und konkretisiert
    * Kritische Ansätze erkennbar
    * Mehrere Reflexionsebenen unterschieden und gebraucht
    * Keine begrifflichen Fehler
    * Konzeptadäquate Unterrichtsideen
    * Eigenständige, kreative Unterrichtsideen
    * Nachvollziehbare didaktische Begründung
    * Methodisch geleitete Argumentation


 

Tipps zur Klausurvorbereitung

Vorbemerkung

Eine Klausur in Sachunterricht soll das didaktische Denken überprüfen, es ist nicht ein bestimmter Wissenskanon oder Inhaltskanon gefragt, sondern die Fähigkeit, zu einer gegebenen Thematik eine Theorie und Praxis verbindende Reflexion zu leisten. Die Begründungen der Argumentation sind entscheidend und nicht, ob dieses oder jenes Detail, diese oder jene Theorie, dieses oder jenes Praxisbeispiel genannt worden ist. Es sind also wirklich freie Texte verlangt, die lediglich exemplarisch am Thema überprüfen sollen, wie weit die bisherigen Studieninhalte in die eigene Argumentation einfließen können.

 

ausgewählte Fragen und Antworten

(entnommen aus diversen Sprechstunden)

Wie sehen die Klausurthemen aus?

Die Klausurthemen im Fach Sachunterricht bestehen immer aus einem allgemeinen konzeptionellen Teil (die Didaktik Freinets, das Prinzip erfahrungsorientierten Sachunterrichts etc.), für den drei verschiedene Themen zur Wahl angeboten werden,  die ca. 3 Monate vor den Klausurterminen bekannt gemacht werden und einem sinnvollen Inhalt für der Sachunterricht /Wasser, Geld, Armut, Strom, Freundschaft). Beispiel für ein Klausurthema: Erläutern Sie didaktische Möglichkeiten und Grenzen der Thematik Müll am Beispiel der Konzeption von Maria Montessori!

Was passiert in der Vorbereitungssitzung?

Die drei Themengebiete werden vorgestellt, vor Panik wird gewarnt, auf lesbare Schrift hingewiesen, auf Literaturmöglichkeiten wird hingewiesen, es wird aber auch betont, dass die Empfehlungen nur Beispiele sind und keine zwingenden Vorschriften.

Gibt es Unterschiede zwischen Langfach und Kurzfach Sachunterricht bei der Klausur?

nein, denn die Klausuren sollen das bisherige Studium der Didaktik der Sachunterricht abschließen und da gibt es keinen Unterschied zwischen Kurz- und Langfach.

Was tun, wenn ich die angegebene Literatur nicht alle finde?

Kein Problem, es sollte nicht die vorgeschlagene Literatur durchdekliniert werden, sondern eigenständig recherchiert werden.
 

Welche Abschnitte müssen denn in eine Klausur rein?

Diese Frage geht zu sehr von der SchülerInnenperspektive aus. Eine wissenschaftliche Klausur rankt sich um das gegebene Thema. Da gibt es keine festen Vorschriften, was unbedingt geschrieben werden muss. Das hängt von der Sache ab. Alle haben wissenschaftliche Freiheit, die Fragestellung der Klausur auf eigene Weise zu beantworten.

Mir ist das theoretische Thema zu umfassend, was muss ich in der Zeit der Klausur zu Papier bringen?

Jedes Thema kann ein Forschungsthema für Generationen sein. Hier kommt es darauf an, die wesentlichen Inhalte, Fragen und Schwerpunkte aus den eigenen didaktischen Begründungen herauszuschälen und begründet auf das gegebene Thema zu beziehen.

Wie sieht das Thema denn aus?

Alle Klausurthemen bestehen aus einem theoretischen Rahmenthema (ein Konzept oder eine Autorin/ein Autor), das vorher bekannt ist und einem darauf zu beziehenden praktischen Gegenstand für den Sachunterricht (z.B. Feuer, Wasser, Luft, Erde, Freundschaft, Kinder in anderen Ländern, Geld, Gesundheit, Magnetismus, Auto, Schulfrühstück etc. etc.

Wieviel Anteil in der Klausur haben das Rahmenthema und der praktische Gegenstand?

Auch hierzu gibt es keine festen Vorgaben, aber es wäre schon sinnvoll, für beides etwa die Hälfte der Zeit zu lassen. Wichtig ist es, dass nicht nur der vorbereitete Theorieteil "heruntergebetet" wird. Man sollte sich eine Klausur wie eine Jonglage vorstellen, das Thema sind die Jonglierobjekte der theoretische Teil wird von der jonglierenden Person repräsentiert, beides muss miteinander in Bewegung gesetzt werden und zu einem einheitlichen Handlungsmuster entwickelt werden.

Wann kommt den der Praxisteil?

Am besten werden von Anfang an Theorie und Praxis miteinander verschränkt dargestellt.

Muss ich mich auf meinen sonderpädagogischen Schwerpunkt beziehen?

Nein, es bleibt jeder Person frei gestellt, wie sie die Konkretion auf  die Praxis vornimmt. Diese muss nur begründet sein und in einem sinnvollen Zusammenhang zum Thema stehen.

Wieviel muss ich zur Vorbereitung lesen?

Soviel, dass man das Gefühl hat, dass man sich gut orientiert fühlt und vielleicht schon Widersprüche sieht. Wichtiger als ständige Lektüre sind allerdings auch alternative Vorbereitungswege wie mind-maps, Gruppendiskussionen, Interviews mit anderen Personen, gezielte Schulbeobachtungen zur Thematik, Bilder zur Thematik malen etc. etc.

Müssen wir eine Stunde, eine Lernausgangssituation oder eine Unterrichtseinheit beschreiben?

Weder noch, in einer Klausur kommt es darauf an, neue Praxisprobleme auf dem Hintergrund des allgemeinen und speziellen theoretischen Wissens zu reflektieren.

Muss man die gesamte Konzeption vorstellen, die man vorbereitet hat?

Es gibt überhaupt keine geschlossene Konzeption, alles ist Deutung und Perspektivität, was wir denken und interpretieren. Also ist einerseits Mut zur Auswahl gefragt, diese muss allerdings begründet werden, damit sichtbar ist, dass man schon einen weiteren Horizont im Blick hat, aber nicht alles rezeptiv vortragen will, sondern bestimmte Analyseschwerpunkte begründet herausgreift.

Wie gehe ich mit dem praktischen Unterrichtsgegenstand um? Soll ich alles dazu schreiben?

Es ist immer sinnvoll, exemplarisch vorzugehen. Allerdings muss der ausgwählte Ausschnitt des Praxisthemas auch zum Konzept passen. So ist es nicht adäquat, wenn man eine phänomenologische Sachunterrichtskonzeption als theoretisches Thema hat und etwa beim Thema Licht von der phänomenologischen Ebene weggeht und Lichtbrechung auswählt.

Was muss man alles in einer Klausur schreiben?

Man muss gar nichts, man sollte nicht stofflich schauen, sondern eher nach Sinn und Begründung.

In welchem Verhältnis sollen Beispiel und Theorie stehen?

Beides soll möglichst intensiv miteinander verzahnt werden. Man kann sich dies wie eine Jonglage vorstellen, der spezifische Ball, die Keulen oder andere Objekte sind das praktische Thema, das auf dem Hintergrund des eigenen theoretischen Könnens (vorbereitetes Konzept) bewegt werden sollte.

Muss ich eine ganze Stunde oder eine ganze Einheit vorstellen?

Eine Abschlussklausur dient der Reflexion. Nicht der Deklination von Stundenplänen. Die Praxisbeispiele sollen theoretisch erläutert und durchleuchtet werden. Da ist schematische Planung nicht angesagt. Wie der Schnitt des Praxisbeispiels gemacht wird, ist ausschließlich Sache der eigenen Begründung.

Muss ich eine genaue Sachanalyse liefern?

Nein, nur das allgemeine Wissen ist verlangt und vor allem in Verbindung zum im Studium aufgebauten didaktischen Denken. Da kann kein Detailwissen, das in Büchern nachschlagbar ist , im Vordergrund stehen.

Was ist ein Phänomen?

Kurz gesprochen für Klausuren ist ein Phänomen der konkrete Unterrichtsgegenstand, der Regenwurm, die Pflanzen in Pflasterritzen, die Mondfinsternis, das Leben der Amazonas-Indianer etc.