Basiswissen Band 1 wird besonders wichtig sein für die Vorbereitung, aber fürs Konzeptionelle allgemein sind auch die anderen Bände von Bedeutung.
Es sollen aber alle 6 Bände
Basis der Vorbereitung sein und es soll eigenständig recherchiert
werden.
Hauptkriterien der Beurteilung sind:
- guter Theorie-Praxis-Transfer
- gute Begründungen
natürlich ist ein
gut gegliederter Argumentationsgang und klar formulierende Sprache wichtig.
Literaturempfehlungen
Basiswissen Sachunterricht alle 6 Bände
Kriterien der Klausurbewertung
Klausuren im Fach Sachunterricht finden alljährlich im März und September statt.
Zur Vorbereitung der Klausuren finden Vorbesprechungen statt (ca.
Anfang Dezember und Anfang Juni). Die Klausurthemen bestehen aus einem
allgemeindidaktischen Teil (theoretisches Konzept) und einem speziellen
Sachunterrichtsthema. Es kann zwischen drei verschiedenen
allgemeindidaktischen Fragestellungen in der Vorbereitungssitzung
gewählt werden. Das spezielle Sachunterrichtsthema wird vorher nicht
bekannt gegeben. Folgende Kriterien werden der Klausurbewertung weiterhin
zugrunde gelegt:
* Eigenes Interesse an der Fragestellung begründet
* Die Fragestellung genau bearbeitet
* Gut gegliederter Argumentationsgang
* Sprachlich verständliche Argumentation
* Theoretisches Konzept verstanden und konkretisiert
* Kritische Ansätze erkennbar
* Mehrere Reflexionsebenen unterschieden und gebraucht
* Keine begrifflichen Fehler
* Konzeptadäquate Unterrichtsideen
* Eigenständige, kreative Unterrichtsideen
* Nachvollziehbare didaktische Begründung
* Methodisch geleitete Argumentation
Tipps zur Klausurvorbereitung
Vorbemerkung
Eine Klausur in Sachunterricht soll das didaktische
Denken überprüfen, es ist nicht ein bestimmter Wissenskanon oder
Inhaltskanon gefragt, sondern die Fähigkeit, zu einer gegebenen
Thematik eine Theorie und Praxis verbindende Reflexion zu leisten. Die
Begründungen der Argumentation sind entscheidend und nicht, ob dieses
oder jenes Detail, diese oder jene Theorie, dieses oder jenes
Praxisbeispiel genannt worden ist. Es sind also wirklich freie Texte
verlangt, die lediglich exemplarisch am Thema überprüfen sollen, wie
weit die bisherigen Studieninhalte in die eigene Argumentation
einfließen können.
ausgewählte Fragen und Antworten
(entnommen aus diversen Sprechstunden)
Wie sehen die Klausurthemen aus?
Die Klausurthemen im Fach Sachunterricht bestehen
immer aus einem allgemeinen konzeptionellen Teil (die Didaktik
Freinets, das Prinzip erfahrungsorientierten Sachunterrichts etc.), für
den drei verschiedene Themen zur Wahl angeboten werden, die ca. 3
Monate vor den Klausurterminen bekannt gemacht werden und einem
sinnvollen Inhalt für der Sachunterricht /Wasser, Geld, Armut, Strom,
Freundschaft). Beispiel für ein Klausurthema: Erläutern Sie didaktische
Möglichkeiten und Grenzen der Thematik Müll am Beispiel der Konzeption
von Maria Montessori!
Was passiert in der Vorbereitungssitzung?
Die drei Themengebiete werden vorgestellt, vor
Panik wird gewarnt, auf lesbare Schrift hingewiesen, auf
Literaturmöglichkeiten wird hingewiesen, es wird aber auch betont, dass
die Empfehlungen nur Beispiele sind und keine zwingenden Vorschriften.
Gibt es Unterschiede zwischen Langfach und Kurzfach Sachunterricht bei der Klausur?
nein, denn die Klausuren sollen das bisherige
Studium der Didaktik der Sachunterricht abschließen und da gibt es
keinen Unterschied zwischen Kurz- und Langfach.
Was tun, wenn ich die angegebene Literatur nicht alle finde?
Kein Problem, es sollte nicht die
vorgeschlagene Literatur durchdekliniert werden, sondern
eigenständig recherchiert werden.
Welche Abschnitte müssen denn in eine Klausur rein?
Diese Frage geht zu sehr von der
SchülerInnenperspektive aus. Eine wissenschaftliche Klausur rankt sich
um das gegebene Thema. Da gibt es keine festen Vorschriften, was
unbedingt geschrieben werden muss. Das hängt von der Sache ab. Alle
haben wissenschaftliche Freiheit, die Fragestellung der Klausur auf
eigene Weise zu beantworten.
Mir ist das theoretische Thema zu umfassend, was muss ich in der Zeit der Klausur zu Papier bringen?
Jedes Thema kann ein Forschungsthema für
Generationen sein. Hier kommt es darauf an, die wesentlichen Inhalte,
Fragen und Schwerpunkte aus den eigenen didaktischen Begründungen
herauszuschälen und begründet auf das gegebene Thema zu beziehen.
Wie sieht das Thema denn aus?
Alle Klausurthemen bestehen aus einem theoretischen
Rahmenthema (ein Konzept oder eine Autorin/ein Autor), das vorher
bekannt ist und einem darauf zu beziehenden praktischen Gegenstand für
den Sachunterricht (z.B. Feuer, Wasser, Luft, Erde, Freundschaft,
Kinder in anderen Ländern, Geld, Gesundheit, Magnetismus, Auto,
Schulfrühstück etc. etc.
Wieviel Anteil in der Klausur haben das Rahmenthema und der praktische Gegenstand?
Auch hierzu gibt es keine festen Vorgaben, aber es
wäre schon sinnvoll, für beides etwa die Hälfte der Zeit zu lassen.
Wichtig ist es, dass nicht nur der vorbereitete Theorieteil
"heruntergebetet" wird. Man sollte sich eine Klausur wie eine Jonglage
vorstellen, das Thema sind die Jonglierobjekte der theoretische Teil
wird von der jonglierenden Person repräsentiert, beides muss
miteinander in Bewegung gesetzt werden und zu einem einheitlichen
Handlungsmuster entwickelt werden.
Wann kommt den der Praxisteil?
Am besten werden von Anfang an Theorie und Praxis miteinander verschränkt dargestellt.
Muss ich mich auf meinen sonderpädagogischen Schwerpunkt beziehen?
Nein, es bleibt jeder Person frei gestellt, wie sie
die Konkretion auf die Praxis vornimmt. Diese muss nur begründet
sein und in einem sinnvollen Zusammenhang zum Thema stehen.
Wieviel muss ich zur Vorbereitung lesen?
Soviel, dass man das Gefühl hat, dass man sich gut
orientiert fühlt und vielleicht schon Widersprüche sieht. Wichtiger als
ständige Lektüre sind allerdings auch alternative Vorbereitungswege wie
mind-maps, Gruppendiskussionen, Interviews mit anderen Personen,
gezielte Schulbeobachtungen zur Thematik, Bilder zur Thematik malen
etc. etc.
Müssen wir eine Stunde, eine Lernausgangssituation oder eine Unterrichtseinheit beschreiben?
Weder noch, in einer Klausur kommt es darauf an,
neue Praxisprobleme auf dem Hintergrund des allgemeinen und speziellen
theoretischen Wissens zu reflektieren.
Muss man die gesamte Konzeption vorstellen, die man vorbereitet hat?
Es gibt überhaupt keine geschlossene Konzeption,
alles ist Deutung und Perspektivität, was wir denken und
interpretieren. Also ist einerseits Mut zur Auswahl gefragt, diese muss
allerdings begründet werden, damit sichtbar ist, dass man schon einen
weiteren Horizont im Blick hat, aber nicht alles rezeptiv vortragen
will, sondern bestimmte Analyseschwerpunkte begründet herausgreift.
Wie gehe ich mit dem praktischen Unterrichtsgegenstand um? Soll ich alles dazu schreiben?
Es ist immer sinnvoll, exemplarisch vorzugehen.
Allerdings muss der ausgwählte Ausschnitt des Praxisthemas auch zum
Konzept passen. So ist es nicht adäquat, wenn man eine
phänomenologische Sachunterrichtskonzeption als theoretisches Thema hat
und etwa beim Thema Licht von der phänomenologischen Ebene weggeht und
Lichtbrechung auswählt.
Was muss man alles in einer Klausur schreiben?
Man muss gar nichts, man sollte nicht stofflich schauen, sondern eher nach Sinn und Begründung.
In welchem Verhältnis sollen Beispiel und Theorie stehen?
Beides soll möglichst intensiv miteinander verzahnt
werden. Man kann sich dies wie eine Jonglage vorstellen, der
spezifische Ball, die Keulen oder andere Objekte sind das praktische
Thema, das auf dem Hintergrund des eigenen theoretischen Könnens
(vorbereitetes Konzept) bewegt werden sollte.
Muss ich eine ganze Stunde oder eine ganze Einheit vorstellen?
Eine Abschlussklausur dient der Reflexion. Nicht
der Deklination von Stundenplänen. Die Praxisbeispiele sollen
theoretisch erläutert und durchleuchtet werden. Da ist schematische
Planung nicht angesagt. Wie der Schnitt des Praxisbeispiels gemacht
wird, ist ausschließlich Sache der eigenen Begründung.
Muss ich eine genaue Sachanalyse liefern?
Nein, nur das allgemeine Wissen ist verlangt und
vor allem in Verbindung zum im Studium aufgebauten didaktischen Denken.
Da kann kein Detailwissen, das in Büchern nachschlagbar ist , im
Vordergrund stehen.
Was ist ein Phänomen?
Kurz gesprochen für Klausuren ist ein Phänomen der
konkrete Unterrichtsgegenstand, der Regenwurm, die Pflanzen in
Pflasterritzen, die Mondfinsternis, das Leben der Amazonas-Indianer etc.