Biografische Rekonstruktion nichtstereotyper männlicher Sozialisationsprozesse - Väter der Jahrtausendwende
Leitung: Prof. Dr. Astrid Kaiser
Projektdurchführung: Dr. Dipl.Päd. Dipl. Soz.wiss Detlef Pech
Laufzeit: 1999-2001
Gefördert durch: Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Kurzinformation
In diesem empirischen Projekt wurden Entwicklungsverläufe, inhaltliche Schwerpunkte und spezifische Merkmalsausformungen männlicher Sozialisation erhoben, um aktuelle Daten über gesellschaftliche Veränderungen im Geschlechterverhältnis zu gewinnen. Gegenstand des Projektes waren nichtstereotype Verläufe männlicher Sozialisation. Zur Datenerhebung wurden Männer interviewt, die das tradierte Geschlechterverhältnis reflektiert haben und konkret die Gleichstellung, -berechtigung der Geschlechter in ihrem Alltagshandeln zu realisieren versuchen. Zudem wurde die Altersspanne eingeschränkt auf das zentrale Alter der Berufstätigkeit und Vaterschaft. Als Kriterien der Überprüfung dienten die Gegenstandsbereiche Vaterschaft, Partnerschaft und Gleichberechtigung. Das Projekt beinhaltet zwei Kernbereiche: (a) die Biographie und (b) die aktuellen Einstellungen und Handlungen. Ziel war der Abgleich der Forschungsergebnisse mit vorliegende Sozialisationstheorien und die Entwicklung pädagogischer Handlungsmöglichkeiten. Um die Gegenstandsangemessenheit des Forschungsdesigns zu sichern, wurde nach den Ergebnissen der Pretests eine Methodenkombination aus narrativen und teilstrukturierten Ansätzen entwickelt. Auch die Auswertungsverfahren wurden analog der Diskursanalyse entwickelt und wurden nach den Pretests modifiziert, um die Gegenstandsangemessenheit der Methoden und die Präzision der Forschungsfrage zu gewährleisten.
Ergebnisse
- Detlef Pech: "Neue Männer" und Gewalt: Gewaltfacetten in reflexiven männlichen Selbstbeschreibungen. Opladen: Leske + Budrich 2002
