Miteinander die Welt erkunden

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Projekt zur Erforschung von cross-aged peer tutoring zwischen Grundschule und Kindergarten



Projektleiterinnen:

Prof. Dr. Astrid Kaiser
Dr. Claudia Schomaker


Projektdurchführung:

Dr. Claudia Schomaker
Iris Lüschen


Projektförderung:

nifbe: Niedersächsisches Institut für Frühkindliche Bildung und Erziehung


Projektstart: 1.6.2009

Im Fokus gegenwärtiger Bildungsreformbemühungen steht neben dem naturwissenschaftlichen Unterricht allgemein, von der Grundschule bis hin zur Sekundarstufe, insbesondere die Elementarbildung in vorschulischen Bildungsinstitutionen wie Kindergärten und Kindertagesstätten. Da sich historisch gesehen die Disziplinen der Frühpädagogik und der Grundschulpädagogik jedoch unabhängig voneinander entwickelt und sich selten aufeinander bezogen haben, ist ein produktives Verhältnis der vorschulischen Bildungsbereiche zur weiterführenden Grundschule vor diesem Hintergrund neu zu entwickeln. Insbesondere die frühe, elementare Auseinandersetzung mit Welt und ihre didaktisch-methodische Umsetzung stehen auf dem Prüfstand, um anschlussfähige Modelle zu entwickeln, die zum einen nachhaltiges, kindgemäßes Lernen im Elementarbereich gewährleisten und zum anderen einen erfolgreichen Übergang in die Primarstufe mit ihrem je eigenen Bildungsanliegen ermöglichen.
Im Mittelpunkt der Studie ,Miteinander die Welt erkunden’ steht die Überprüfung der Nachhaltigkeit und Effektivität altersübergreifenden Sachlernens sowie die Generierung des Aufbaus von kindlichen Wissensstrukturen im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich. Es ist das Ziel, ein Modell zum altersübergreifenden Sachlernen zu entwickeln, das auf den Prinzipien des Peer-Tutorings basiert. In diesem Projekt werden zunächst Grundschulkinder in naturwissenschaftlichen Inhalten und zum Umgang mit Vorschulkindern qualifiziert, um dann das Lernkonzept „Vorschulkinder lernen von Grundschulkindern“ umzusetzen. Dies ist ein einmaliger Versuch, die für ältere Schüler schon sehr verbreitete Konzeption der peer-education erstmals auch auf den Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule anzuwenden. Damit wird einerseits eine Brücke zwischen den Institutionen gebaut, die für einen einheitlichen Bildungsgang von Kindern wichtig ist. Andererseits wird eine erfolgreiche Methode, dass Kinder von Kindern lernen, hier erstmals auf die Nahtstelle zwischen Grundschule und Kindergarten angewendet.

Erste Publikationen von Ergebnissen:


Schomaker, C. (2009): Miteinander die Welt erkunden. Altersübergreifendes Sachlernen im Übergang vom Elementar- in den Primarbereich. In: Röhner, C./Henrichwark, C./Hopf, M. (Hrsg.): Europäisierung der Bildung - Konsequenzen und Herausforderungen für die Grundschulpädagogik. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S. 209-213.
Schomaker, C./Kaiser, A. (2010): Weltwissen, Weltorientierung, Welterkundung? Zur Entwicklung und zum Stellenwert des Sachlernens im Übergang vom Elementar- in den Primarbereich. In: Giest, H./Pech, D. (Hrsg.): Anschlussfähige Bildung aus der Perspektive des Sachunterrichts. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 91-98.
Kaiser, A./ Schomaker, C. (2010): Die Anfänge des Lernens in den Blick nehmen.  Entwicklungsmöglichkeiten der Grundschulpädagogik mit Blick auf Elementarbereich. In: Arnold, K.-H./Hauenschild, K./Schmidt, B./ Ziegenmeyer, B. (Hrsg.): Zwischen Fachdidaktik und Stufendidaktik. Perspektiven für die Grundschulforschung (Jahrbuch Grundschulforschung, Bd. 14). Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften, 185-188

Kurzer Videoclip zum Projekt