Mädchengerechte Naturwissenschaftlicher Sachunterricht
In dieser empirischen Interventionsstudie sollen verschiedene in Sekundarstufen als wirksam zur Mädchenförderung bei der Entwicklung naturwissenschaftlicher Kompetenz untersuchte Interventionskonzepte in Grundschulen auf ihre Effektivität überprüft werden. Erprobt werden Module eines didaktischen Konzeptes „Naturwissenschaft im Kontext“, ein strukturierter durch Karteikarten gelenkter Kurs von Versuchen mit Alltagsmaterialien sowie teilweise getrennte Unterrichtung. Die Untersuchung besteht aus 12 Versuchsklassen und 8 Kontrollklassen. Als Daten werden Selbstkonzept und naturwissenschaftliche Kompetenz in einem Pre-Post-Design erhoben.
Merkmale der Interventionskonzepte
Als Kriterium für mädchengerechte Bildung in Naturwissenschaft/Technik wird angelegt:Anwendungsbezug (Kontext)
Alltagsbezug (Materialbeschaffenheit für Experimente)
Kommunikative Lernformen
Sinnvolle Bezüge (eingebunden in Projekte oder Themen)
Anschaulichkeit - Ausgehen von konkreten Phänomen
Handlungsbezug - Schülerinnen und Schüler entdecken handelnd naturwissenschaftliche Problem
Vorstudien
bislang wurden mehrere Vorstudien abgeschlossen:
1) Eine Interventionsstudie im Kindergarten
als Masterarbeit von Kerstin MeyerDabei geht es um die Frage, wieweit Mädchen durch einen anschaulichen und handlungsbezogenen naturwissenschaftlichen Kurs mit Alltagsmaterialien gefördert werden. Die explorative Studie spricht dafür, dass Alltagsmaterialien sinnvoll sein können, Mädchen besonders zu fördern.
2) Eine Biografieforschungsstudie bei erfolgreichen Naturwissenschaftlerinnen
In dieser als Masterarbeit verfassten Interviewstudie von Andrea Vosteen wurden Frauen interviewt, welche biografischen Ereignisse ihre Motivation und Kompetenzentwicklung in ihrer retrospektiven Selbsteinschätzung von Bedeutung sind. Dabei wurde ein multiples Faktorensystem qualitativ identifiziert.
