Mode, Bekleidung und modischer Wandel

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Dissertation

Mode ist doch nicht so wichtig !...?

Vorstellungen von

GrundschülerInnen zu

Mode, Bekleidung und dem modischen Wandel

 

durchgeführt von Maria Weide



Ausgehend von der Prämisse, dass Fragen nach dem "richtigen" oder "falschen" Outfit, nach dem Besitz von oder Mangel an "wertvollen" vestimentären Statussymbolen bereits für SchülerInnen im Grundschulalter von (großer) Relevanz sein, und dass Mode und Bekleidung für sie wichtige, aber auch potenziell "konfliktträchtige" Themen darstellen können,  erscheint es sinnvoll und notwendig, bereits in der Grundschule diesen Lernbereich in den Textilunterricht zu integrieren.

Um ein solch komplexes und persönlich bedeutsames Thema wie "Mode und Bekleidung" bereits mit relativ jungen SchülerInnen Sinn stiftend,  theoretisch anspruchsvoll  und schülerorientiert innerhalb des Textilunterrichts der Grundschule bearbeiten zu können, ist es hilfreich, entsprechende inhaltliche und didaktische Entscheidungen in Kenntnis des vorhandenen Vorwissens, der subjektiven Vorstellungen, Interessen und Zugangs-perspektiven der SchülerInnen zum Unterrichtsgegenstand treffen zu können.

Ausgehend von diesen Grundannahmen, liegt der Fokus der qualitativ orientierten empirischen Studie bei der Erhebung und Untersuchung von subjektiven Vorstellungen, Konzepten und Bedeutungskonstruktionen, die GrundschülerInnen vierter Klassen hinsichtlich des Themas "Mode und Bekleidung" entwickeln (können).

Da sowohl aus fachdidaktischer als auch aus fachwissenschaftlicher Perspektive die Themenbereiche Modeverhalten und subjektive Modetheorien von Kindern bisher kaum untersucht wurden, wurde für die Untersuchung ein offenes, mehrschrittiges methodisches Design entwickelt, dessen eng miteinander verwobene Komponenten (Beobachtung, Durchführung von Rollenspielen als erweitertes Beobachtungsverfahren, Durchführung leitfadengestützter Einzelinterviews) vielfältige Perspektiven auf den Untersuchungsgegenstand eröffnen sollten.

Die erhobenen SchülerInnenvorstellungen wurden mittels einer qualitativen Datenanalyse ausgewertet und mit den Ergebnissen der Fachlichen Klärung der entsprechenden fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Konzepte und Vorstellungen vergleichend zusammengeführt. Beide Untersuchungskomponenten wurden in Vermittlungsabsicht aufeinander bezogen und bilden, in enger wechselseitiger Verflechtung, die Grundlage für die Genese einer Didaktischen Strukturierung zum Lernfeld "Mode und Bekleidung". Innerhalb der Didaktischen Strukturierung wurden Vermittlungsleitlinien bzw. konkrete didaktische Hinweise und Ansatzpunkte entwickelt, die Möglichkeiten aufzeigen, wie der Lerngegenstand innerhalb eines fachlich und methodisch anspruchsvollen, schülerorientierten, interdisziplinär ausgerichteten Unterrichts in der Grundschule thematisiert werden kann.

 

Ergebnis


Weide, Maria: Mode ist doch nicht so wichtig !...? Vorstellungen von GrundschülerInnen zu Mode, Bekleidung und dem modischen Wandel. Reihe Schriften zur didaktischen Rekonstruktion Band 40. DIZ Verlag. Oldenburg 2012
 
 
Vita Maria Weide geb. Glimm



6. 1. 1981 geboren in Dannenberg/Elbe
1999 - 2001 Ausbildung zur Damenschneiderin
2001 - 2005 Studium des Lehramts für Grundschulen an der Universität Erfurt
ab 09/2005 Teilnahme am Promotionsprogramm ProDid
2008-2010 Referendariat
derzeit Grundschullehrerin im Wendland